{"id":126,"date":"2014-10-21T20:04:58","date_gmt":"2014-10-21T18:04:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wild-und-honigbienen.de\/?page_id=126"},"modified":"2016-07-22T18:19:06","modified_gmt":"2016-07-22T16:19:06","slug":"wildbienen","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.wild-und-honigbienen.de\/?page_id=126","title":{"rendered":"Wildbienen"},"content":{"rendered":"<p>siehe auch hier:\u00a0 <a href=\"http:\/\/www.wild-und-honigbienen.de\/?page_id=819\">Wildbienenernte<\/a><\/p>\n<p>Zum Thema <strong>Wildbienen<\/strong> ist hier der Inhalt der Brosch\u00fcre &#8222;Hummeln und Wildbienen&#8220; der Bundesstadt Bonn von 1996 wiedergegeben.<br \/>\nSie k\u00f6nnen einen<a href=\"http:\/\/www.wild-und-honigbienen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/WildbienenBonn.pdf\"> Scann davon auch &gt;hier&lt;<\/a> laden als pdf.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #008000;\"><b>Hummeln und Wildbienen<br \/>\n<\/b><\/span>eine Brosch\u00fcre der <a href=\"http:\/\/www.bonn.de\" target=\"_blank\">Bundesstadt Bonn<\/a> von 1996<br \/>\nhier unver\u00e4ndert wiedergeben.<br \/>\nmit freundlicher Erlaubnis des Presseamtes der Stadt.<\/h3>\n<div id=\"attachment_187\" style=\"width: 155px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.wild-und-honigbienen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Zaunr_Biene1_kl.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-187\" class=\"wp-image-187\" src=\"http:\/\/www.wild-und-honigbienen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Zaunr_Biene1_kl.jpg\" alt=\"Foto: Ute Scott\" width=\"145\" height=\"136\" srcset=\"http:\/\/www.wild-und-honigbienen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Zaunr_Biene1_kl.jpg 560w, http:\/\/www.wild-und-honigbienen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Zaunr_Biene1_kl-300x281.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 145px) 100vw, 145px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-187\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Ute Scott<\/p><\/div>\n<p>Inhalts\u00fcberschicht:<br \/>\n<a href=\"#Biologie\">Biologie der Wildbienen<\/a> \/ <a href=\"#BioHummeln\">Biologie der Hummeln<\/a><br \/>\n<a href=\"#Bienenstiche\">Bienenstiche<\/a> \/ <a href=\"#Lebensraum\">Lebensr\u00e4ume<\/a> \/ <a href=\"#Schutz\">Schutz<\/a> \/ <a href=\"#Nisthilfen\">Nisthilfen<\/a><br \/>\n<a href=\"#Hummelkasten\">Hummelk\u00e4sten<\/a> \/ <a href=\"#Pflanzen\">Pflanzen f\u00fcr Bienen<\/a> \/ <a href=\"#Autoren\">Autoren<\/a><br \/>\n<a href=\"#Naturschutzgesetz\">Literatur<\/a> \/ <a href=\"#Naturschutzgesetz\">Naturschutzgesetz<\/a><\/p>\n<p><span style=\"color: #008000;\"><b>Vorwort<\/b><\/span><br \/>\nEs ist schwierig, Wildbienen einen passenden Namen zu geben. Sie sind nicht \u2018wilder\u2018 als andere Tiere, aber sie haben eine \u201cunwilde\u201c, domestizierte Verwandte &#8211; die Honigbiene, von der sie durch diese Namenswahl unterschieden werden sollen Noch schwieriger ist es aber, eine allgemeing\u00fcltige Beschreibung einer \u201ctypischen Biene\u201c zu geben &#8211; es w\u00fcrde mi\u00dflingen Unsere Hummeln zum Beispiel sind Wildbienen, aber es gibt auch ganz kleine Arten, die eher gefl\u00fcgelten Ameisen \u00e4hneln. So verschieden wie ihr Aussehen, ist auch ihre Lebensweise. Eines haben aber alle Bienenarten gemeinsam &#8211; sie fliegen auf Blumen. Insgesamt sind es \u00fcber 500 heimische Bienenarten, die neben der den meisten gut bekannten Honigbiene, ein bislang eher unbeachtetes Leben f\u00fchren. Das will diese Brosch\u00fcre \u00e4ndern, denn die Wildbienen verdienen unsere Aufmerksamkeit in besonderem Ma\u00dfe. Die <b>interessante Biologie<\/b> der einzelnen Arten ist schon eigentlich Empfehlung genug. Hinzu kommt ihre f\u00fcr uns lebenswichtige <b>N\u00fctzlichkeit als Best\u00e4uber<\/b> zahlreicher Wild- und Kulturpflanzen. Wildbienen sind <b>keine \u201cL\u00e4stlinge\u201c<\/b> &#8211; sie interessieren sich nur f\u00fcr Bl\u00fcten, keine Cola und kein Pflaumenkuchen kann sie locken. Auch ihre <b>Ungef\u00e4hrlichkeit<\/b> spricht f\u00fcr sie. Wildbienen haben zwar alle, wie die Honigbiene, einen Stachel, verteidigen sich aber nur, wenn sie angefa\u00dft und gequetscht werden. Dem gegen\u00fcber steht ihre augenblickliche starke <b>Gef\u00e4hrdung,<\/b> die zur allgemeinen Kenntnisnahme dieser Tiergruppe mahnt. Rund die H\u00e4lfte der Wildbienenarten gilt heute wegen der weitl\u00e4ufigen Zerst\u00f6rung ihrer Lebensgrundlagen als gef\u00e4hrdet oder vom Aussterben bedroht. Der Gesetzgeber hat deshalb alle Bienenarten unter besonderen Schutz gestellt. Da\u00df dieses gelingt, liegt im Wesentlichen an den B\u00fcrgern selbst. Auch in der Stadt leben zahlreiche Arten. Sie bieten hochinteressante Beobachtungsm\u00f6glichkeiten, und jeder von uns kann mit einfachen Mitteln zu ihrer F\u00f6rderung beitragen. Helfen Sie aktiv mit, den Bestand unserer Wildbienen zu sichern und zu erhalten<br \/>\nMit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<br \/>\nDr. Rita Tondorf\u00a0 \u00a0 \u00a0 Beigeordnete der Bundesstadt Bonn<\/p>\n<p><a name=\"Biologie\"><\/a><span style=\"color: #008000;\"><b>Zur Biologie der Wildbienen<\/b><\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wild-und-honigbienen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/a_Solitaer.gif\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-145 size-full\" src=\"http:\/\/www.wild-und-honigbienen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/a_Solitaer.gif\" alt=\"a_Solitaer\" width=\"196\" height=\"316\" \/><\/a>In der Bundesrepublik Deutschland gibt es au\u00dfer der Honigbiene rund 500 weitere Bienenarten.<br \/>\nIn der Stadt Bonn wurden bisher 120 verschiedene Arten nachgewiesen<br \/>\nWildbienen sind sehr vielgestaltige Insekten mit den unterschiedlichsten Zeichnungen und F\u00e4rbungen. Die Kleinsten unter ihnen erreichen gerade mal 2 mm, w\u00e4hrend Hummelk\u00f6niginnen mit bis 2 1\/2 cm zu den gr\u00f6\u00dften einheimischen Insekten z\u00e4hlen. Hinzu kommt eine immense Vielfalt verschiedenster Lebensweisen. Etwas vereinfacht kann man die Wildbienen in drei biologische Gruppen einteilen: die solit\u00e4ren, die sozialen und die schmarotzenden Arten. Die meisten Wildbienen leben als so genannte Einsiedlerbienen, d h. jedes Weibchen baut sein Nest und versorgt seine Brut f\u00fcr sich allein (solit\u00e4r) ohne Mithilfe von Artgenossen. Zu den sozialen Arten geh\u00f6ren die Hummeln und einige Furchenbienen. Die schmarotzenden Bienen haben sich darauf spezialisiert, ihre Eier in fremde Nester zu legen und werden daher auch Kuckucksbienen genannt.<br \/>\nAlle Wildbienen sind rege Bl\u00fctenbesucher. Zu der ausgepr\u00e4gten Brutf\u00fcrsorge der nestbauenden Arten geh\u00f6rt das Beschaffen von Nahrung f\u00fcr die Brut. Diese wird von den Weibchen in Form von Nektar und Pollen (Bl\u00fctenstaub) gesammelt. Die Bienen geh\u00f6ren daher zu der Insektengruppe, bei der die gr\u00f6\u00dfte Abh\u00e4ngigkeit von Bl\u00fctenpflanzen besteht. Alle sozialen und eine Reihe solit\u00e4rer Arten besuchen dabei ein breites Spektrum von Bl\u00fctenpflanzen: sie k\u00f6nnen Pflanzenarten aus vielen verschiedenen Pflanzenfamilien als Nahrungsquelle (\u201cTrachtquelle\u201c) nutzen. H\u00e4ufig zeigen jedoch auch diese Arten eine f\u00fcr die Best\u00e4ubung der Pflanze n\u00fctzliche Blumentreue. Sie besuchen bei einem Sammelflug jeweils nur eine Pflanzenart.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.wild-und-honigbienen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/a_Linienbau.gif\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-144 size-full\" src=\"http:\/\/www.wild-und-honigbienen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/a_Linienbau.gif\" alt=\"a_Linienbau\" width=\"394\" height=\"183\" \/><\/a>Viele solit\u00e4re Bienenarten sind an ganz bestimmte Pflanzen als Nahrungsquellen, insbesondere als Pollenlieferanten gebunden<br \/>\nMit Ausnahme der Kuckucksbienen ben\u00f6tigen Wildbienen zur Erzeugung ihrer Nachkommen au\u00dfer einem ausreichenden Pflanzenangebot auch noch einen geeigneten Platz zum Nestbau. Die Nistweise ist bei jeder Art genau festgelegt. Zahlreiche Arten ben\u00fctzen bereits vorhandene Hohlr\u00e4ume.<br \/>\nDas k\u00f6nnen von anderen Insekten herr\u00fchrende Fra\u00dfg\u00e4nge in altem Holz sein, L\u00f6cher im Verputz von Haus wanden oder hohle Pflanzenstengel. Die Mauerbiene Osmia cornuta nistet z.B. in Ritzen von Hausw\u00e4nden. Die Zwischenw\u00e4nde der Brutzellen mauert sie aus Lehm: andere Mauerbienen benutzen als M\u00f6rtel zerkaute Pflanzenteile Bestimmte Arten nisten ausschlie\u00dflich in leeren Schneckenh\u00e4usern,<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.wild-und-honigbienen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/a_Bodenbrut.gif\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-143 size-full\" src=\"http:\/\/www.wild-und-honigbienen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/a_Bodenbrut.gif\" alt=\"a_Bodenbrut\" width=\"347\" height=\"286\" \/><\/a>Die meisten Wildbienen nisten jedoch im Erdboden sie graben ihre Nester selbst. Ausgehend von einem Hauptgang zweigen einzelne Seiteng\u00e4nge ab, an deren Ende jeweils eine Brutzelle liegt.<br \/>\nIn ihre Brutzellen f\u00fcllt die Solit\u00e4rbiene einmal eine Pollenration und legt ein Ei hinein. Nachdem die Larven den Nahrungsvorrat aufgefressen haben, verpuppen sie sich. Die \u00dcberwinterung erfolgt &#8211; <a href=\"http:\/\/www.wild-und-honigbienen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Schneckenhaus.gif\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-142 size-full\" src=\"http:\/\/www.wild-und-honigbienen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Schneckenhaus.gif\" alt=\"Schneckenhaus\" width=\"206\" height=\"251\" \/><\/a>artspezifisch &#8211; als Larve. Puppe oder erwachsenes Tier.<\/p>\n<p><a name=\"BioHummeln\"><\/a><span style=\"color: #008000;\"><b>Die Biologie der Hummeln<\/b><\/span><\/p>\n<p>Hummeln geh\u00f6ren zu den gr\u00f6\u00dften Vertretern inner halb der Familie der Bienen. In Deutschland sind ca. 30 Arten beheimatet, von denen heute allerdings nur noch sieben weit verbreitet und h\u00e4ufig anzutreffen sind.<br \/>\nHummeln bilden in unseren Breiten einj\u00e4hrige Staaten. Die jungen, begatteten K\u00f6niginnen \u00fcberwintern im Boden <a href=\"http:\/\/www.wild-und-honigbienen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/a_Hummelstart.gif\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-141 size-full\" src=\"http:\/\/www.wild-und-honigbienen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/a_Hummelstart.gif\" alt=\"a_Hummelstart\" width=\"361\" height=\"320\" \/><\/a>Von den ersten warmen Fr\u00fchlingstagen gelockt, erwachen sie je nach Art von Mitte M\u00e4rz bis Mitte April aus dem \u2018Winterschlaf\u2018. Nachdem sie sich ausgiebig durch die Aufnahme von Nektar und Pollen gest\u00e4rkt haben, beginnen sie mit der Suche nach einem geeigneten Nistplatz. In dieser Zeit sieht man sie dicht \u00fcber dem Boden fliegen und jede H\u00f6hlung inspizieren. F\u00fcr die einzelnen Hummelarten kommen verschiedene \u00d6rtlichkeiten als Nistpl\u00e4tze in Frage. Erd- und <a href=\"http:\/\/www.wild-und-honigbienen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/a_Hummelvolk.gif\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-140 size-full\" src=\"http:\/\/www.wild-und-honigbienen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/a_Hummelvolk.gif\" alt=\"a_Hummelvolk\" width=\"392\" height=\"301\" \/><\/a>Steinhummeln bevorzugen z B verlassene Mausenester, Baumhummeln nisten in Baumh\u00f6hlen oder Vogelnistk\u00e4sten und Ackerhummeln unter Grasb\u00fcscheln oder Moos. Hat die K\u00f6nigin ein Quartier gefunden, fertigt sie zun\u00e4chst aus den am Ort vorgefundenen Materialien (trockenes Gras, Moos, Laub, Tierhaare, o. \u00e4.) eine kleine Nistkugel<\/p>\n<p>Unweit des Eingangs errichtet sie einen fingerhutartigen Honigtopf aus Wachs. Dieser wird mit Nektar gef\u00fcllt und dient als Nahrungsreserve f\u00fcr Schlechtwetterperioden. Dann tr\u00e4gt die K\u00f6nigin Pollen ein und vermischt ihn mit Nektar zu einer Art \u2018Bienenbrot\u2018. Darauf werden aus Wachs die ersten Ein\u00e4pfchen gebaut. Die darin abgelegten Eier werden aktiv bebr\u00fctet indem sich die K\u00f6nigin wie eine Bruthenne auf die Eikammern setzt und zur W\u00e4rmeproduktion ihre Flugmuskeln \u201cim Leerlauf betreibt.<br \/>\nRund drei Wochen nach der Nestgr\u00fcndung schl\u00fcpfen die ersten Arbeiterinnen. Einige helfen bei der Arbeit im Nest. sie bauen z.B. Honigt\u00f6pfe und versorgen die Brut, andere \u00fcbernehmen das Sammeln von Nektar und Pollen. Die K\u00f6nigin kann sich nun zunehmend ihrer Hauptaufgabe widmen: der Eiablage. Wenn die Wetterbedingungen g\u00fcnstig sind, w\u00e4chst die Kolonie schnell heran. Die maximale Gr\u00f6\u00dfe des Insektenstaates h\u00e4ngt von der Hummelart und den Entwicklungsbedingungen ab und schwankt zwischen 50 und 600 Individuen. Sie wird von den meisten Arten im Juli\/ August erreicht Dann erfolgt auch die Produktion der Geschlechtstiere, Wenige Tage nach dem Schlupf fliegen die jungen M\u00e4nnchen und K\u00f6niginnen aus, um sich zu paaren. Die K\u00f6niginnen fressen sich an schlie\u00dfend ein Fettpolster f\u00fcr die \u00dcberwinterung an und f\u00fcllen ihren Kropf, die \u201cHonigblase\u201c, mit Nektar. So vorbereitet suchen sie sich unter Moospolstern, Baumwurzeln oder in Streuhaufen ein gesch\u00fctztes Versteck oder graben sich in den Boden ein. Ein selbst produziertes Frostschutzmittel sch\u00fctzt sie bis zu einer Temperatur von -19 Grad vor dem Erfrieren. Das Muttervolk und die M\u00e4nnchen jedoch gehen in den nachfolgenden <a name=\"Bienenstiche\"><\/a>Wochen zugrunde.<\/p>\n<p><span style=\"color: #008000;\">\u00a0<b>Ein Wort zu Bienenstichen<\/b><\/span><\/p>\n<p>Bei allen Bienenarten verf\u00fcgen die Weibchen \u00fcber einen Wehrstachel. Er wird aber, wie der Name schon sagt, nur zur Verteidigung eingesetzt, insbesondere im Nestbereich oder wenn sich die Tiere angegriffen f\u00fchlen. Wildbienen sind generell wesentlich friedfertiger als Honigbienen oder Wespen. Es sind wohl die wenigsten Menschen schon einmal von einer Hummel gestochen worden, und es ist daher eine weit verbreitete Annahme der Bev\u00f6lkerung, da\u00df sie gar nicht stechen k\u00f6nnen. Bei vielen Bienenarten ist der Stachel so d\u00fcnn, da\u00df er die menschliche Haut nicht durchdringen kann.<br \/>\nEinzig im direkten Bereich des Nesteingangs oder bei offenen V\u00f6lkern bestimmter Hummelarten (z.B. in Nistk\u00e4sten) sollte man Vorsicht walten lassen. Sie verf\u00fcgen \u00fcber spezielle \u2018W\u00e4chterinnen\u201c, die bei einer St\u00f6rung zur Nestverteidigung gezielt angreifen k\u00f6nnen.<br \/>\nDie Stiche von Wildbienen sind normalerweise f\u00fcr den Menschen ungef\u00e4hrlich und k\u00f6nnen mit einer herk\u00f6mmlichen Insektenstichsalbe gelindert werden. Nur nach Stichen in den Mund, Rachen oder in Augenn\u00e4he sowie bei allergischen Reaktionen sollte man einen Arzt aufsuchen.<\/p>\n<p><a name=\"Lebensraum\"><\/a><span style=\"color: #008000;\"><b>Lebensr\u00e4ume und Gef\u00e4hrdung von Wildbienen<\/b><\/span><\/p>\n<p>Bienen sind \u201cSonnenkinder\u2018 und als solche typische Bewohner von offenen Landschaften &#8211; in W\u00e4ldern leben nur wenige Arten. Dementsprechend haben sie die tief greifenden Ver\u00e4nderungen in unserer Kulturlandschaft der letzten 40 Jahre schwer getroffen Rund die H\u00e4lfte der bundesweit \u00fcber 500 Wildbienenarten sind bereits in ihrem Bestand gef\u00e4hrdet oder vom Aussterben bedroht, etliche sind leider schon ausgestorben.<br \/>\nWildbienen und Hummeln findet man vom Fr\u00fchjahr bis zum Herbst an nahezu allen bl\u00fctenreichen Orten. Jede Bienenart hat sich an ganz spezielle Umweltbedingungen und Biotopausstattungen (\u201cRequisiten) angepa\u00dft. Wir finden also in den unterschiedlichen nat\u00fcrlichen und naturnahen Lebensr\u00e4umen, wie trockene Felsh\u00e4nge, lichte W\u00e4lder, Moore, Flu\u00dfauen, D\u00fcnenlandschaften und Magerwiesen verschiedene Bienengemeinschaften. Auch die historische Kulturlandschaft ist hier von besonderer Bedeutung Streuobstwiesen, Magerrasen, Heide- und Ruderalfl\u00e4chen (z.B. Schuttfl\u00e4chen oder Weger\u00e4nder), nach S\u00fcden ausgerichtete Waldr\u00e4nder, extensiv bewirtschaftete Weinberge und G\u00e4rten stellen wertvollste Lebensr\u00e4ume f\u00fcr Wildbienen dar. Gerade diese Lebensr\u00e4ume sind durch die Intensivierung der Landwirtschaft, Aufgabe der historischen Nutzung, zu nehmende Verbauung und durch \u00dcberd\u00fcngung bedroht. F\u00fcr den Bienenschutz bedeutet die hohe Anpassung vieler Bienenarten an die speziellen Bedingungen in solchen Biotopen, da\u00df wir sie nur durch den Schutz ihrer Lebensr\u00e4ume vor dem Aussterben bewahren k\u00f6nnen. Diesen Arten k\u00f6nnen wir im Siedlungsbereich keinen dauerhaften Lebensraum schaffen. Ein Viertel unserer heimischen Bienen, das sind immerhin etwa 150 Arten, k\u00f6nnen wir aber sehr wohl in der Stadt antreffen. Einige Arten bevorzugen diesen Lebensraum sogar. Diesen Wildbienen k\u00f6nnen wir in unserer unmittelbaren N\u00e4he mit etwas gutem Willen das \u00dcberleben sichern.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.wild-und-honigbienen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/a_Trockenmauer.gif\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-139 \" src=\"http:\/\/www.wild-und-honigbienen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/a_Trockenmauer.gif\" alt=\"a_Trockenmauer\" width=\"348\" height=\"238\" \/><\/a>Was mu\u00df nun der Lebensraum einer typischen &#8211; n\u00e4mlich Brutf\u00fcrsorge betreibenden &#8211; Wildbiene beinhalten?<br \/>\nIm Einzelnen mu\u00df er:<br \/>\n1. den klimatischen Anspr\u00fcchen der betreffenden Art gen\u00fcgen (Wildbienen lieben es warm, Hummeln sind die \u2018Eisb\u00e4ren unter den Bienen);<br \/>\n2. den von der Art ben\u00f6tigten Nistplatz aufweisen (L\u00f6cher in Holz, Steinritzen, Schneckenh\u00e4user, offene Bodenfl\u00e4chen o. \u00e4. sonnige Lage wird bevorzugt):<br \/>\n3. geeignete Nahrungspflanzen in ausreichender Menge und wahrend der gesamten Fortpflanzungsperiode enthalten und<br \/>\n4. das f\u00fcr viele Arten erforderliche Baumaterial f\u00fcr die Brutzellen (Lehm, Pflanzenwolle, Blattst\u00fcckchen, Harz) liefern.<br \/>\nDie gr\u00f6\u00dfte Artenf\u00fclle an Wildbienen findet sich daher in w\u00e4rme beg\u00fcnstigten, reich strukturierten und vielf\u00e4ltigen Lebensr\u00e4umen.<\/p>\n<p><a name=\"Schutz\"><\/a><span style=\"color: #008000;\">\u00a0<b>Schutz von Wildbienen und Hummeln<\/b><\/span><\/p>\n<p>Der Schutz von Bienen mu\u00df in erster Linie die Erhaltung und Pflege ihrer nat\u00fcrlichen Lebensr\u00e4ume zum Ziel haben. Auf den Einsatz von Pestiziden in Land- und Forstwirtschaft sollte so weit wie m\u00f6glich verzichtet werden, Monotone Agrarsteppen m\u00fcssen wieder durch naturbelassene Felds\u00e4ume, Hecken und \u00d6dlandfl\u00e4chen stabilisiert werden Extensive Landwirtschaftsformen und eine standortgerechte Begr\u00fcnung sind unverzichtbar.<br \/>\nAuch im Siedlungsbereich haben sich die Lebensbedingungen f\u00fcr Wildbienen und andere Tier arten drastisch verschlechtert Fanden die Bienen fr\u00fcher z.B. in altem Mauerwerk von Fachwerkh\u00e4usern, Bauerng\u00e4rten, Bruchsteinmauern, auf Ruderalfluren und Streuobstwiesen vielf\u00e4ltige Lebensm\u00f6glichkeiten, so sind heute durch gro\u00dfr\u00e4umige Fl\u00e4chenversiegelungen und \u00fcbertriebenen Ordnungssinn die meisten dieser Strukturen verloren gegangen. Hinzu kommt eine direkte Bedrohung der Bienen durch den intensiven Einsatz von Insektiziden und eine indirekte Bedrohung durch Herbizide, wodurch wichtige Trachtpflanzen verloren gehen. Zum Schutz und <a name=\"Nisthilfen\"><\/a>zur Forderung dieser Tiere im Siedlungbereich sind daher folgende Ma\u00dfnahmen zu nennen:<\/p>\n<p>Fl\u00e4chenentsiegelungen<br \/>\n\u2022 Verzicht auf den Einsatz von Pestiziden im Kleingarten bereich<br \/>\n\u2022 vermehrte Fassaden- und Dachbegr\u00fcnungen<br \/>\n\u2022 Bereicherung des Bl\u00fctenangebotes in G\u00e4rten und Parkanlagen<br \/>\n\u2022 Verzicht auf \u201cBodendecker\u201c, statt dessen Anpflanzung von Bl\u00fctenpflanzen<br \/>\n\u2022 sp\u00e4te, weniger h\u00e4ufige Mahd von Blumenwiesen<br \/>\n\u2022 Schaffung und Erh\u00f6hung der Akzeptanz von Brach- und Ruderalfl\u00e4chen<br \/>\n\u2022 Erweiterung des Nistplatzangebotes (Nisthilfen, Trockenmauern, Totholzstapel etc.<\/p>\n<p><a name=\"Nisthilfen\"><\/a><span style=\"color: #008000;\"><b>Single- Appartments f\u00fcr Einsiedlerbienen<\/b><\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wild-und-honigbienen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/a_Hartholz.gif\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-138 size-full\" src=\"http:\/\/www.wild-und-honigbienen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/a_Hartholz.gif\" alt=\"a_Hartholz\" width=\"160\" height=\"265\" \/><\/a>Nisthilfen f\u00fcr Wildbienen kann jeder ohne gro\u00dfen Aufwand selbst an fertigen Im Garten oder auf dem Balkon angebracht, bieten sie die M\u00f6glichkeit, das Nestbau- und Brutpflegeverhalten verschiedenster solit\u00e4rer (allein lebender) Bienenarten zu beobachten. Als Nisthilfen f\u00fcr Holzbewohner sind z B geeignet<br \/>\n\u2022 Kl\u00f6tze oder Baumscheiben aus Hartholz (Buche, Esche, Eiche), in die man G\u00e4nge von 5-10cm Tiefe und 2-10 mm Durchmesser bohrt. Die Bohrg\u00e4nge sollten nicht zu dicht (Mindestabstand 2 cm) angeordnet werden Als Regenschutz kann man ein Dach aufsetzen.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.wild-und-honigbienen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/a_Roehren.gif\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-137 size-full\" src=\"http:\/\/www.wild-und-honigbienen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/a_Roehren.gif\" alt=\"a_Roehren\" width=\"229\" height=\"210\" \/><\/a>\u2022 Bambusrohre mit einem Durchmesser von 3-10 mm die jeweils hinter den Knoten so durchgesagt werden, da\u00df das hintere Ende einen nat\u00fcrlichen Abschlu\u00df hat, w\u00e4hrend das vordere Ende f\u00fcr den Nestbau zug\u00e4nglich bleibt. Diese 10-20 cm langen Bambusst\u00fccke sowie Holunder- oder Brombeerzweige kann man einzeln in die Locher von Lochziegeln stecken, oder sie als B\u00fcndel in Konservendosen regensicher unterbringen.<br \/>\nAlle Nisthilfen sollten an einem trockenen, sonnigen, warmen und windgesch\u00fctzten Platz (z.B. Hauswand, Mauer, Balkon, Pergola) in s\u00fcd\u00f6stlicher bis s\u00fcdwestlicher Richtung angebracht werden. Dabei m\u00fcssen die G\u00e4nge waagerecht ausgerichtet sein und die Nisthilfen d\u00fcrfen nicht frei hin und her baumeln. Sie m\u00fcssen auch im Winter an ihrem Standort verbleiben, da die Tiere frostunempfindlich sind und in warmer Umgebung vorzeitig schl\u00fcpfen w\u00fcrden.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.wild-und-honigbienen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/a_Zaun.gif\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-136 size-full\" src=\"http:\/\/www.wild-und-honigbienen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/a_Zaun.gif\" alt=\"a_Zaun\" width=\"304\" height=\"234\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.wild-und-honigbienen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/a_Ziegel.gif\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-135 size-full\" src=\"http:\/\/www.wild-und-honigbienen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/a_Ziegel.gif\" alt=\"a_Ziegel\" width=\"227\" height=\"196\" \/><\/a>F\u00fcr die im Boden nistenden Arten kann man k\u00fcnstliche B\u00f6schungen aus Sand oder sandigem Lehm ansch\u00fctten. Sie sollten von Bewuchs freigehalten werden. da die Tiere offene Bodenfl\u00e4chen ben\u00f6tigen.<\/p>\n<p><a name=\"Hummelkasten\"><\/a><span style=\"color: #008000;\"><b>Nistk\u00e4sten f\u00fcr Hummeln &#8211; Sozialer Wohnungsbau<\/b><\/span><\/p>\n<p>Wer die sozial lebenden Hummeln in seinem Garten ansiedeln will, kann mit etwas handwerklichem Geschick selbst einen geeigneten Nistkasten bauen. Ausf\u00fchrliche Anleitungen dazu finden sich bei von Hagen (siehe \u201cWeiterf\u00fchrende Literatur\u201c). Um die Kolonieentwicklung im Nistkasten besser verfolgen zu k\u00f6nnen, kann erg\u00e4nzend zu den dort angegebenen Bauanleitungen eine Acrylglasscheibe unterhalb des Kastendeckels angebracht werden. Diese sollte auf jeden Fall mit einer ausreichenden Anzahl von L\u00fcftungsl\u00f6chern versehen werden, um die Kondensation von Feuchtigkeit zu vermeiden.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.wild-und-honigbienen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/a_Hummelkasten.gif\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-134 size-full\" src=\"http:\/\/www.wild-und-honigbienen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/a_Hummelkasten.gif\" alt=\"a_Hummelkasten\" width=\"384\" height=\"252\" \/><\/a>Als Nistmaterial eignet sich beispielsweise unbehandelte Polsterwolle, Kleintierstreu, Torf oder trockenes Moos. Die K\u00e4sten m\u00fcssen so konstruiert sein, da\u00df sie einen guten Kompromi\u00df zwischen Bel\u00fcftung und W\u00e4rmeisolation bieten.<br \/>\nEs gibt sowohl ober- als auch unterirdische Nisthilfen. Sie sollten generell im Schatten aufgestellt werden. Andernfalls kann es bei starker Sonneneinstrahlung zur \u00dcberhitzung und damit zum Absterben der Kolonie kommen. Wichtig ist au\u00dferdem ein ausreichender Schutz gegen das Eindringen von Ameisen, M\u00e4usen und Parasiten wie z B Wachsmotten.<br \/>\nDie Hummelk\u00e4sten sollten im Winter sorgf\u00e4ltig gereinigt und mit frischem Nistmaterial gef\u00fcllt werden. Ein einmal bezogener Nistkasten wird h\u00e4ufig im folgenden Jahr wieder besiedelt, da die \u00fcberwinterten Jungk\u00f6niginnen bevorzugt im Bereich der Mutterkolonie nach einer geeigneten Unterkunft suchen.<br \/>\nDas Ausgraben und Umsetzen von gef\u00e4hrdeten Hummelnestern in Nistk\u00e4sten sollte Fachleuten \u00fcberlassen bleiben.<\/p>\n<p><a name=\"Pflanzen\"><\/a><span style=\"color: #008000;\"><b>Blumen brauchen Bienen &#8211;<br \/>\nBienen brauchen Blumen<\/b><\/span><\/p>\n<p>Alle Wildbienen besuchen Bl\u00fcten Auch die parasitisch lebenden Arten versorgen sich dort mit dem f\u00fcr sie lebenswichtigen Nektar. Die nestbauenden Arten besuchen Bl\u00fcten zus\u00e4tzlich, um Nahrung f\u00fcr ihre Brut zu sammeln. Viele Bienenarten sind durch Gr\u00f6\u00dfe, R\u00fcssell\u00e4nge, Pollensammelvorrichtung und sogar einer auf die Bl\u00fctezeit abgestimmten kurzen Flugzeit an bestimmte Bl\u00fctenpflanzen angepa\u00dft. Sie sammeln nur auf wenigen Pflanzenarten einer Pflanzenfamilie Pollen &#8211; \u201cBrot\u201c &#8211; f\u00fcr ihre Nachkommen. So h\u00e4ngt das Vor kommen vieler Bienenarten in einem Landschaftsausschnitt, wie z.B. unserem Garten, oft direkt von der Anwesenheit einer bestimmter Bl\u00fctenpflanze ab Bei der Auswahl geeigneter Trachtpflanzen sollte prinzipiell den einheimischen Arten der Vorzug gegeben werden. Es gibt aber auch unter den eingeb\u00fcrgerten Pflanzenarten gute Nahrungslieferanten f\u00fcr Bienen. Gef\u00fcllte Zuchtsorten sind hiervon allerdings vollst\u00e4ndig aus genommen, da sie keinen Pollen liefern. Ein reiches Bienenleben in unseren G\u00e4rten ist also von einem bunten Durcheinander vieler verschiedener Nektar und Pollen spendender Bl\u00fctenpflanzen abh\u00e4ngig. Die sozialen Arten, wie unsere Hummeln, ben\u00f6tigen f\u00fcr ihren Volksaufbau vom Fr\u00fchjahr bis zum Herbst ein kontinuierliches Bl\u00fctenangebot in unmittelbarer N\u00e4he des Nestes.<\/p>\n<p>Die nachfolgende Tabelle gibt eine kleine Zusammenstellung f\u00fcr den Garten, die bunte Wiese und zur Hausbegr\u00fcnung gut geeigneter Wildbienenfutterpflanzen. Sie ber\u00fccksichtigt besonders die f\u00fcr die Spezialisten unter den Wildbienen lebenswichtigen Pflanzen. Bei der Auswahl von Pflanzen f\u00f6rdert eine l\u00fcckenlose Trachtpflanzenkette \u00fcber das ganze Jahr (auf Bl\u00fchzeiten achten besonders die sozialen Arten. Um zus\u00e4tzlich noch viele Nahrungsspezialisten in ihrem Garten zu beheimaten, ist auf die Kombination von Pflanzen verschiedener Pflanzenfamilien zu achten.<\/p>\n<p><b>Pflanzenart \/ Bl\u00fctezeit \/ Pflanzenfamile<\/b><\/p>\n<p><span style=\"color: #008000;\"><b>F\u00fcr die Blumenwiese und das Wildkr\u00e4uterbeet<\/b><\/span><\/p>\n<p>Klee (Lotus-, Medicago-. Anthyllis-, Lathyrus-. Trifoliurn- Arten)\/ unterschiedl. IV-X\/ Schmetterlingsbl\u00fctler<\/p>\n<p>Steinklee (Melilotus offic. u. alba)\/ VI-IX\/ Schmetterlingsbl.<\/p>\n<p>Zaunwicke (Vicia sepium)\/ VI-XI\/ Schmetterlingsbl.<\/p>\n<p>Pastinak (Pastinaca sativa)\/ VI-IX\/ Doldenbl\u00fctler<\/p>\n<p>Wiesenkerbel (Anthriscus sylvestris)\/ IV-VII\/ Doldenbl\u00fctler<\/p>\n<p>Wilde M\u00f6hre (Daucus carota)\/ VI-IX! Doldenbl\u00fctler<\/p>\n<p>Flockenblume (Centaurea jacea)\/ VI-IX\/ \u00a0Korbbl\u00fctler<\/p>\n<p>Garten-Ringelblume (Calendula offic.)\/ V-X\/ Korbbl\u00fctler<\/p>\n<p>Habichtskraut (Hieracium- Arten)\/ versch. V-X\/ Korbbl\u00fctler<\/p>\n<p>L\u00f6wenzahn (Taraxacum, Leont.)\/ IV-VI u. VII-X\/ Korbbl\u00fctler<\/p>\n<p>Margerite (Chrysanthemum. leucanth. )\/ V-IX\/ Korbbl\u00fctler<\/p>\n<p>Pippau (Crepis- Arten)\/ unterschiedl V-X\/ Korbbl\u00fctler<\/p>\n<p>Schafgarbe (Achillea millefolia)\/ VI-XI\/ Korbbl\u00fctler<\/p>\n<p>Sch\u00f6terich (Erysimum- Arten)\/ V-IX\/ Kreuzbl\u00fctler<\/p>\n<p>Senf (Sinapis- Arten)\/ VI-X\/ Kreuzbl\u00fctler<\/p>\n<p>Ziest (Stachys- Arten)\/ VI-X\/ Lippenbl\u00fctler<\/p>\n<p>Reseden (Reseda- Arten)\/ V-IX\/ Waugew\u00e4chse<\/p>\n<p>Natterkopf (Echium vulgare)\/ V-X\/ Boretschgew\u00e4chse<\/p>\n<p>Blaustern (Scilla sibirica)\/ III-IV\/ Liliengewachse<\/p>\n<p>Hahnenfu\u00df (Ranunculus- Arten)\/ versch IV-X\/ Hahnenfu\u00dfgew\u00e4chse<\/p>\n<p>Ehrenpreis (Veronica chamaedrys)\/ IV-VII\/\u00a0 Rachenbl.<\/p>\n<p>Wiesen- Knautie (Knautia arvensis)\/ VI-X\/ Kardengew.<\/p>\n<p>Glockenblumen (Campanula- Arten)\/ VI-X\/ Glockenbl. gew.<\/p>\n<p><span style=\"color: #008000;\"><b>Geh\u00f6lze<\/b><\/span><\/p>\n<p>Ahorn (Acer- Arten)\/ IV-V\/ Ahrongew\u00e4chse<\/p>\n<p>Weiden (Salix- Arten)\/ III-V\/ Weidengew\u00e4chse<\/p>\n<p>Wildrosen (Rosa-Arten)\/ V-VII\/ Rosengew\u00e4chse<\/p>\n<p>Obst- und Beerenstr\u00e4ucher\/ \u00a0IV-VII\/ Rosen- und Steinbrechgew<\/p>\n<p><a name=\"Literatur\"><\/a>Heide (Erica. Calluna)\/ II-IV u. VII-X\/ Heidekrautgew.<\/p>\n<p><span style=\"color: #008000;\"><b>Gem\u00fcse- und Gew\u00fcrzbeet<\/b><\/span><\/p>\n<p>Kohl-, Salat-, Zwiebel- und Lauchpflanzen zur Bl\u00fcte kommen lassen\/ V-IX u. VI-VIII\/ Kreuzbl -\u201a Korbbl -\u201a Liliengew.<\/p>\n<p>Lavendel (Lavandula angustifolia)\/ VII-VIII\/ Lippenbl\u00fctler<\/p>\n<p>Winterbohnenkraut (Satureja montana)! VII-X\/ Lippenbl.<\/p>\n<p>Schwarznessel (Ballota nigra)\/ V-IX\/ Lippenbl\u00fctler<\/p>\n<p>Salbei (Salvia officinalis)\/ V-VII \/ Lippenbl\u00fctler<\/p>\n<p>Ysop (Hyssopus officinalis)\/ VII-XI Lippenbl\u00fctler<\/p>\n<p>Zitronen- Melisse (Melissa officinalis)\/ VI-VIII\/ Lippenbl.<\/p>\n<p>Thymian (Thymus- Arten)\/ unterschiedl. V-X\/ Lippenbl\u00fctler<\/p>\n<p>Boretsch (Borago officinalis)\/ VI-VII\/ Boretschgew\u00e4chse<\/p>\n<p>Gew. Beinwell (Symphytum officinale)\/ V-VII\/ Boretschgew\u00e4chse<\/p>\n<p>Zahntrost (Odontites- Arten)\/ V-X\/ Braunwurzgew<\/p>\n<p>Fenchel (Foeniculum vulgare)\/ VII-IX\/ Doldenbl\u00fctler<\/p>\n<p><span style=\"color: #008000;\"><b>Weitere Stauden- Pflanzen<\/b><\/span><\/p>\n<p>Kriechender G\u00fcnsel (Ajuga reptans)\/ V-IX\/ Lippenbl\u00fctler<\/p>\n<p>Taubnessel (Larnium- Arten)\/ versch III-X\/ Lippenbl\u00fctler<\/p>\n<p>Gundelrebe (Glecoma hederacea)\/ IV-VI\/ Lippenbl\u00fctler<\/p>\n<p>Hauhechel (Ononis- Arten) \/ V-VII\/ Schmetterlingsbl\u00fctler<\/p>\n<p>Rainfarn (Tanaceturn vulgare)\/ VII-IX\/ Korbbl\u00fctler<\/p>\n<p>Alant (Inula- Arten)\/ unterschiedl. VI-VIII\/ Korbbl\u00fctler<\/p>\n<p>Malven (Malva- Arten)\/ VI-X\/ Malvengew\u00e4chse<\/p>\n<p>Mauerpfeffer (Sedum- Arten)\/ VI-VIII\/ Dickblattgew\u00e4chse<\/p>\n<p>Steinkraut(Alyssum- Arten)\/ versch. IV-IX\/ Kreuzbl\u00fctler<\/p>\n<p><span style=\"color: #008000;\"><b>Kletterpflanzen<\/b><\/span><\/p>\n<p>Efeu (Hedera helix)\/ VIII-IX\/ Efeugew\u00e4chse<\/p>\n<p>Glyzinie (Wisteria sinensis)\/ IV-VI\/ Schmetterlingsbl\u00fctler<\/p>\n<p>Zaunr\u00fcbe (Bryonia alba u. dioica)\/ V-IX\/ K\u00fcrbisgew.<\/p>\n<p><a name=\"Literatur\"><\/a><span style=\"color: #008000;\"><b>Weiterf\u00fchrende Literatur<\/b><\/span><\/p>\n<p><b>Geiser F<\/b> (1988) Wildbienen. Handbuch, Hannover. 135S<\/p>\n<p><b>Hagen E von<\/b> (1994) Hummeln &#8211; bestimmen, ansiedeln, vermehren, sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Naturbuch Verlag, Augsburg, 4. Aufl.: 320 S<br \/>\n<b>Hintermeier H, Hintermeier M<\/b> (1994) Bienen, Hummeln, Wespen im Garten und in der Landschaft Obst- und Gartenbauverlag, M\u00fcnchen 116S<\/p>\n<p><b>Schulte W, Voggenreiter V<\/b> (1988) Die Natur in der Stadt Bonn. Bouvier- Verlag, Bonn: 80 5<\/p>\n<p><b>Steinbach G <\/b>(1988) Werkbuch Naturschutz. Franckh\u2019sche Verlagshandlung, Stuttgart. 127S <b>Westrich P<\/b> (1989) Die Wildbienen Baden- W\u00fcrttembergs. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart, 2 Bd. : 972 5<\/p>\n<p><a name=\"Autoren\"><\/a><span style=\"color: #008000;\">\u00a0<b>AUTOREN:<\/b><\/span><\/p>\n<p><b>Inge Bischoff,<\/b> Dipl.- Biol.,<br \/>\nMuseum Alexander Koenig. Bonn<\/p>\n<p><b>Carsten Gretenkord<\/b>, Dipl.- Biol., Institut f\u00fcr Landwirtschaftliche Zoologie und Bienenkunde der Universit\u00e4t Bonn<\/p>\n<p><b>Stefan Schr\u00f6der<\/b>, Dipl.- Ing. agr., Institut f\u00fcr Landwirtschaftliche Zoologie und Bienenkunde der Universit\u00e4t Bonn<\/p>\n<p>Herausgeber Die Oberb\u00fcrgermeisterin der Bundesstadt Bonn, Gr\u00fcnfl\u00e4chenamt\/ Untere Landschaftsbeh\u00f6rde \/ Presseamt<\/p>\n<p><a name=\"Naturschutzgesetz\"><\/a>5\/4\/96<\/p>\n<p><b>Ganz zum Schlu\u00df sei noch der Hinweis erlaubt, da\u00df Hummeln und Wildbienen unter dem besonderen Schutz der Bundesartenschutzverordnung stehen. Nach \u00a7 20 f. des Bundesnaturschutzgesetzes ist es verboten, wildlebenden Tieren der besonders gesch\u00fctzten Arten nachzustellen, sie zu fangen, zu verletzen, zu t\u00f6ten oder ihre Entwicklungsformen, Nist-, Brut-, Wohn- oder Zufluchtst\u00e4tten der Natur zu entnehmen, zu besch\u00e4digen oder zu zerst\u00f6ren.<\/b><\/p>\n<p>F\u00fcr das Internet aufbereitet 2003 von Olaf M\u00fcller &#8211; Verein zum Schutz der Wild- und Honigbienen Voreifel e. V.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>siehe auch hier:\u00a0 Wildbienenernte Zum Thema Wildbienen ist hier der Inhalt der Brosch\u00fcre &#8222;Hummeln und Wildbienen&#8220; der Bundesstadt Bonn von 1996 wiedergegeben. Sie k\u00f6nnen einen Scann davon auch &gt;hier&lt; laden als pdf. Hummeln und Wildbienen eine Brosch\u00fcre der Bundesstadt Bonn &hellip; <a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.wild-und-honigbienen.de\/?page_id=126\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","template":"","meta":{"footnotes":""},"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.wild-und-honigbienen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/126"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.wild-und-honigbienen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.wild-und-honigbienen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.wild-und-honigbienen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.wild-und-honigbienen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=126"}],"version-history":[{"count":29,"href":"http:\/\/www.wild-und-honigbienen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/126\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1102,"href":"http:\/\/www.wild-und-honigbienen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/126\/revisions\/1102"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.wild-und-honigbienen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=126"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}